ROUTUTU dürfte zu meinen ersten Gorillas zählen, die ich in meinem Leben gesehen habe. Meine Eltern besuchten oft den Tierpark „Hellabrunn“. Mit diesem Gorilla bin ich eigentlich groß geworden, kann ich behaupten. Jedes Jahr ging es mindestens 2 x in den Münchner Zoo. In den 90igern erlebte ich natürlich auch mit, dass ROUTUTU mit seiner Familie umhertobte, während Porgy gleich nebenan allein lebte.

 

Aber ich denke inzwischen, dass Porgy auch in der Wildnis ein Einzelgänger geworden wäre.

Es lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Wir Menschen sind nicht unfehlbar und in der Gorillazucht war man in den 70iger Jahren noch ziemlich unerfahren. Erst durch engagierte Leute wie den deutschstämmigen US-Zoologen George Schaller (1959) und natürlich Dian Fossey (1963-1985) wurde etwas über das Leben von Gorillas bekannt. Dabei handelt es sich jedoch um Berggorillas!

 

Die bei uns in den Zoo lebenden Gorillas sind jedoch Flachlandgorillas, über deren Leben eher seltener etwas bekannt ist. In den letzten Jahren sendete man Biologen in die Gegend, die das Verhalten der Flachlandgorillas studieren sollten. Im Zuge dessen wurde diese Gegend auch für den Gorillatourismus erschlossen.

Ich selbst bin kein Freund des Gorillatourismus, doch halte ich ihn inzwischen für unerlässlich zum Schutze der Tiere. (Eine sehr interessante Studie ist die des WWF mit der Biologin Angelique Todd – Siehe Tipps Hinweis Artikel, Videos, Tipps links in der Leiste <<<)

 

Da man die Tiere in Zoos hielt, sah man keinen Anlass die Tiere zu studieren und etwas über ihre natürliche Lebensweise zu erfahren. Man hatte diese Tiere ja vor Ort! Leider führte das dazu, dass man die Flachlandgorillas in Zoos zu sehr vermenschlichte. Heutzutage rudert man von davon wieder zurück und versucht die Tiere möglichst sich selbst zu überlassen in den Zoos. Beschäftigungsprogramm hin oder her, doch einige Zoos scheinen erkannt zu haben, dass der interessierte Zoobesucher mehr natürliches Verhalten sehen möchte, als Menschliches.

Leider befürchte ich, dass die Gorillas bei uns Menschen das in der Nase bohren entdeckt haben. Gerade die Gorillas, die in der Wildnis – also frei geboren sind, haben großes Interesse an uns Menschen entdeckt. Sie beobachten uns und studieren uns sehr genau.

Die kann man sehr gut an Silberrücken wie FRITZ, ROUTUTU …

 

Hierzu werde ich einen neuen Artikel verfassen, der dies belegen dürfte!

Auch ein Gorilla kommt in die Jahre!

Bei meinem Besuch bei ROUTUTU merkte ich dies in besonderen Maße.

Gorillas verschlafen fast den ganzen Tag, nur beim Fressen werden sie deutlich aktiver oder wenn einer der Damen "hitzig" ist.

ROUTUTU sieht man so langsam sein Alter an (38), er bewegt sich nicht mehr viel und ist kaum mal von seinem Lieblingsplatz vorne am Fenster wegzubekommen.

Früher spielte er öfters mal mit seinem Nachwuchs, doch der kleine Kajolu (Foto) musste mit seiner Mama Bagira vorlieb nehmen oder sich alleine beschäftigen.

Allerdings merkt man sehr deutlich, dass Kajolu seinen Vater sehr bewundert. Gerade jetzt wo er sich so langsam von seiner Mama löst, ist sein Vater scheinbar sein großes Vorbild. Er sucht seine Nähe und hat auch keine Angst mal mit ihm alleine zu sein.

Diese junge Dame hatte keine Berührungsängste

mit dem doch an die 1.70 m großen Silberrücken.

Sie beobachtete ihn ganz genau, wie er in der Nase bohrte.

Ob ich in dem Alter ähnlich mutig war?

Das, Gorillas oft den ganzen Tag verschlafen

oder sich kaum bewegen wird leider oft fehlinterpretiert

von den Zoobesuchern.

Dies ist jedoch ein ganz natürliches Verhalten.

Auch ROUTUTU wurde in Freiheit geboren

und hat dieses Verhalten instinktiv in sich.

Hier ein paar Eindrücke von ROUTUTU:

alienaeffchen - Heike M. Meyer

Mai 2011

Alle Fotos stammen von mir!

... und können vergrössert angesehen werden,

wenn man sie anklickt!

 

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Bedanken möchte ich mich bei den

freundlichen Tierpflegern/Mitarbeitern in "Hellabrunn".

Selten bekam ich so nette, freundliche Antworten wie hier!