ROUTUTU

 

   *1973 irgendwo in Afrika

   seit 26. März 1974 in München "Hellabrunn"

† 15. November 2014 in München "Hellabrunn"


 

Am 4. Januar 1983 wurde Roututu zum 1. Mal Vater. Tochter Zazie lebt inzwischen im Zoo Hannover und wurde mit 32 Jahren, im September 2015 erneut Mutter. 

 

Am 8. Februar 2013 wurde Roututu wieder einmal Vater. Roututu wurde somit zum 18. Mal Vater (Todgeburten mitgerechnet)! 

Alle Gorilladamen, die bei ihm im Familienbund leb(t)en hat Roututu gedeckt. Seine Lieblingsdamen sind hierbei die leider schon verstorbene Wilma und Bagira. Beide Gorilladamen waren/sind sehr dominant. Doch beim Anblick von Roututu geraten sie in Verzückung. Beim Decken ist er sehr beeindruckend. Er stößt kräftig zu und stützt sich dabei oft mit einer Hand nach hinten ab.

 

Die meiste Zeit des Tages hält sich Roututu in seiner Lieblingsecke auf. Nur zu Fütterungszeiten verlässt er diesen Platz. Dort wird geschlafen, gegessen und Familienrat abgehalten. Ungewöhnlich für einen Gorilla ist dieser Lieblingsplatz im direkten Kontakt zu den Zoobesuchern - die, nur durch eine Glasscheibe getrennt, ihn sehr gut beobachten können. Er stört sich selten daran und gegen die Scheibe schlägt er so gut wie nie.

 

Die Münchner Gorillas werden sehr ausgewogen und abwechslungsreich ernährt. Von Haferflocken bis hin zu Artischocken ist da alles dabei.

Roututu`s Mimikspiel ist sehr ausgeprägt. Wenn er wegen des Futters eine Runde im großen Innenbereich des Münchner Affenhauses dreht, dann will er danach gemütlich essen. Er dreht den Besuchern hierbei oft den Rücken zu, als wolle er nicht, dass man ihn dabei beobachtet.

 

Meine Eltern sind sehr oft nach München gefahren, so habe ich Roututu schon als kleines Kind kennengelernt. Seine Väterlichkeit hat mich dabei immer sehr beeindruckt. Er ist ein sehr gutmütiger Gorilla, der viel „chillt“. Sein Nachwuchs sieht in ihm ein großes Vorbild. Seine Kinder dürfen sich ruhig auch mal etwas näher an ihn heranwagen und ärgern. Vor allem Sadiki, sein 2006 geborener Sohn nutzt dies gerne schon einmal aus. Von hinten schlich er sich an seinem Vater heran und stibitzte ihm eine Leckerei. Roututu rannte ihm hinterher, doch als er den Jungen erreicht hatte, genügte ihm nur ein Brummen als Tadel. Sadiki scheint sich die Art seines Vaters abzusehen, denn der junge Gorilla ist seinen Geschwistern vor allem in den ersten Lebensmonaten sehr, sehr zärtlich gegenüber.

 

Roututu hat im übrigen seit dem Umbau der Menschenaffenanlage 2001 noch keinen Schritt auf die Außenanlage unternommen! (… falls doch, so teilen Sie mir dies bitte umgehend mit).

 


 

Foto/Text: Heike M. Meyer