Wie immer lasse ich mich nicht so schnell

auf eine Meinung festlegen und drehte an dem schönen Frühlingstag eine 2. Runde und auch noch eine 3..

 

Ich verweilte länger bei der Gruppe und nach einer Weile kam mir der Geruch gar nicht mehr so penetrant vor.

Bei meiner Abschlussrunde gar nicht mehr und alle Gorillas "schmatzten" Sellerie & Gemüse.

 

So auch MASSA!

 

  Wie üblich kommt man einem Silberrücken besser nicht in die Quere, wenn es ums Essen geht.

Das wissen alle Gorilladamen und man hielt sich daran.

 

  Plötzlich trommelte er auf seiner Brust, schnappte sich ein paar Gemüsestangen und setzte sich an ein Fenster.

Dort kaute er auf seiner Stange genüsslich herum.

  Es machte ihm nichts aus, dass sich immer mehr Besucher dicht an die Scheibe drängten (ich auch).

    Weder Blitzlicht (ich fotografiere ausschließlich "ohne"),  noch das entzückte Aufschreien mancher Besucher

direkt vor ihm brachte ihn davon ab. 

 

 

 

Wie man an dem Foto sehen kann, hatte MASSA zwischendurch sogar ein Lächeln für mich übrig.

Keine Anzeichen von Aggressivität.

Den Herrn so nah an der Scheibe und auf diese friedliche Art zu sehen hatte sehr viel Harmonie und zeigt, dass dieser Gorilla keine Bedrohung in uns Menschen sieht.

 

Nach ungefähr 20 Minuten hatte er allerdings genug.

Ein Mann trat an die Scheibe heran und MASSA sprang auf,

trommelte gegen die Scheibe und gesellte sich wieder umrahmt von seinen Damen in die Mitte der 

sehr ungewöhnlichen Anlage in Krefeld. 

Ungewöhnlich an der Anlage ist nämlich, dass die Gorillas

nicht durch eine Scheibe (abgesehen von einer Nische)

von den Besuchern getrennt sind.

 Wenn ihm also ein Besucher nicht passt, dann wird dies eben auch mal das zum Ausdruck gebracht, indem was über den Graben fliegt.

 

Hätten SIE immer Spaß daran sich zur Schau zur stellen

und nicht weggehen zu können,

wenn IHNEN mal eine Nase nicht passt? 

 

Bedingt durch den Auflauf an Fotografen im Nachbargehege, fühlt sich der gesetzte Herr oft in seiner Ruhe gestört.

Wenn man schon ein 700er Objektiv bei der Hand hat,

wieso also nicht auch mal den Gorilla nebenan

auf ein Foto bannen. 

Sieht man sich die heutigen Fotografen in den Zoos an,

so bekomme ja ich schon einen Schrecken vor den

mächtigen Objektiven, die jeder Hobbyfotograf

mit sich herumschleppt.

Früher gab es noch offizielle Fototermine, doch jetzt fühlt sich jeder Zoobesucher mit Kamera zum Profi berufen.

(Ich muss zugeben, ich auch! - Allerdings bin ich mit meinem 300er ganz gut bedient und die Tiere zeigen sich an meiner Kamera mehr interessiert als bedroht).  

 

Mit einigen sehr netten Damen habe ich mich online zum

"Thema Massa

ausgetauscht und wir sind alle der Meinung,

dass er sich völlig normal verhält.

 

Davon einmal abgesehen, dass er Rothaarige sehr gerne mag.

;oD 

 

alienaeffchen - Heike M. Meyer

4. Mai 2011

 

Liebe Grüße und ein Dankeschön gehen an:

Guni, Heike, Katrin und Simone