Zu seinem 40. Geburtstag 2011 besuchte ich den doch recht eigenwilligen Silberrücken MASSA im Krefelder Zoo.

 

Bei ihm gleich nebenan hatten viele Fotografen

  Stellung bezogen, denn seit einiger Zeit macht

dort "Changi" ein kleiner Orang Utan sein Gehege unsicher.

  Oftmals geht es ziemlich turbulent zu nebenan.

    Es wird gelacht, es ist laut, alle Aufmerksamkeit ballt sich erst einmal auf die lustige, agile Truppe gleich am Eingang des Primatenhauses.

 

   Vor dem Gehege von MASSA angekommen,

bekam ich einen beißenden Geruch nicht mehr aus der Nase.

Vielen Zoobesuchern ging es ähnlich

und sie suchten schnell das Weite.

 

  Genau konnte ich es nicht beobachten, aber ich nehme es an, dass die Krefelder Gorillas tierischere Nahrung zu sich nehmen.

  (Keine Angst, die Gorillas würden gar kein Fleisch verzehren, doch in der Silage verbergen sich oft kleine Fliegen, Insekten, Ameisen - diese werden mit dem Finger aufgelesen und in den Mund gesteckt, Gorillas ernähren sich vorwiegend vegetarisch, lieben jedoch auch Süßes wie Rosinen oder Obst)

 

Sogar TUMBA (eine sehr eigenwillig aussehende Gorilladame)

musste sich immer wieder übergeben.

 

Der erste Blick auf MASSA und seine Familie

war also nicht sehr schön!

In der letzten Zeit hatte ich immer öfters gehört,

dass MASSA mit Essen geworfen hätte.

Er sei launisch und unberechenbar geworden.

 

  Im Moment wird in Krefeld kräftig an einer Außenanlage für die Gorillas gebaut und es hieß im Vorfeld, dass man MASSA mit zwei der älteren Damen im Haus belasse und die Jüngeren

einen neuen Silberrücken vorgesetzt bekämen.

 

Ich befürchtete das Schlimmste!

MASSA ist mir ein Symbol für den Gorilla,

der seine Damen wirklich sehr genau im Blickfeld hat

und alle bestimmt keine von ihnen gerne hergibt.

 

Wenn ein älterer Gorilla auf einmal so einen Umbruch spürt, bedeutet das enormen Stress für ihn.

  Vor allem im Alter verändert sich oftmals auch das Wesen eines männlichen Gorillas. Sie werden sanfter und sind mehr mit sich beschäftigt als mit ihren Artgenossen.

Zeigen mehr Interesse an den Besuchern und beobachten uns Menschen gerne auch mal eine längere Zeit.

 

 

Mag sein, dass er sexuell nicht mehr so aktiv ist wie einst.

Er mag alles ein wenig ruhiger angehen.

   Aber dies muss man dem 40jährigen einfach zugestehen.

 

Er ist top in Form!

Seine Rücken- und Brustmuskulatur ist noch immer sehr ausgeprägt und zeugt davon, dass er sich wohl in seiner Haut fühlt.

 

 

Bitte beachte die Fortsetzung dieser Geschichte!