KIBO 

* 24. Oktober 1990 im Kölner Zoo

 

    Er wurde von seinen Eltern "Kim" und "Gina" im Kölner Zoo aufgezogen

   und lebt heute in der Stuttgarter "Wilhelma" 

 

Die Wilhelma hat "ihrem Silberrücken"

sogar folgende Liebeserklärung gemacht:

 

Kibo

… sieht zugegebenermaßen nicht gerade intelligent aus, wenn er mit seiner hängenden Unterlippe dasitzt und entspannt die Zähne zeigt. Zumindest was die soziale Intelligenz betrifft, haben wir mit unserem Silberrücken aber das große Los gezogen. Kibo ist ein ewiger Kindskopf, ein sanfter Riese, gutmütig und sehr verspielt.

Wie es sich für ein gutes Familienoberhaupt gehört, betreibt er ständige Kontaktpflege. Er setzt sich zu den anderen oder bleibt bei ihnen stehen, berührt sie, streichelt über Kopf oder Rücken, umarmt oder hält Händchen. Auch wenn seine Frauen seinen freundlichen Annäherungsversuchen meist ausweichen, reagiert er nie sichtlich gekränkt. Unbeirrt unternimmt er den nächsten Anlauf.

Er ist ein zärtlicher und liebevoller Vater. Besonders vormittags fordert er seine Sprösslinge zum Spielen auf und stellt sich dabei ganz auf deren individuelle Vorlieben ein:

Mit Tochter Shira ist er behutsam,

mit Lengai veranstaltet er eher Kampfspiele und

Meru und er necken sich gegenseitig.

Wenn keiner rechte Lust zum Spielen hat, befasst sich Kibo auch gern allein und selbstvergessen mit Tüchern oder anderem Beschäftigungsmaterial.

Seine Großzügigkeit zeigt sich oft beim Füttern: Er lässt anderen den Vortritt und erlaubt den Kindern sogar, ihn zu beklauen.

Gleichzeitig nimmt Kibo seine Rolle als Clanchef ernst. Aufmerksam registriert er das Gruppengeschehen und greift notfalls entschlossen ein. Er verteidigt, schlichtet Streit und straft wenn nötig den „Schuldigen“, ist aber nie grundlos aggressiv. Nur in zwei Situationen ergreift er lieber die Flucht: Wenn eine Filmkamera kommt und wenn seine Frauen einen Sammelangriff gegen ihn starten. Das soll ja aber in den besten Familien vorkommen.

 

lt. Aushang der Stuttgarter Wilhelma